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Ältere Arbeitnehmer bei Geo Mont Personaldienste GmbH
Als Zeitarbeiter in Rente gehen ! Die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer wird oft unterschätzt !
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Die vielen Vorstellungsgespäche endeten im Sommer 1996 immer mit demselben Tenor:
" Sie sind ein hervorragender Mann, aber leider zu alt."
Hartmut Reinhardt war damals 53 Jahre alt und betriebsbedingt gekündigt worden. Ein Bekannter gab ihm den Tipp: "GEO-MONT Personaldienste in Oberhausen stellen auch ältere Fachkräfte ein."
Der gelernte Sanitär- und Heizungsmonteur bekam dort seine Chance und ist seit neun Jahren als Zeitarbeitnehmer fest angestellt.
Hartmut Reinhardt ist kein Einzelfall. Wer jenseits einer unsichtbaren und willkürlichen Altersschranke den Job verliert, hat schlechte Karten wieder berufstätig zu werden. Das bestätigt auch das Bundesministerium für Arbeit: "Ältere Arbeitnehmer sind heute im Allgemeinen attraktiver und leistungsfähiger als je zuvor. Nationale und auch internationale Studien belegen, dass es keine signifikanten Unterschiede in der Arbeitsleistung älterer und jüngerer Menschen gibt. Leistungsdifferenzen innerhalb einer Altergruppe sind wesendlich höher als solche zwischen unterschiedlichen Altergruppen."
Damit sei das Vorurteil, ältere Menschen seien grundsätzlich weniger leistungsfähig, wissenschaftlich nicht haltbar. Gleichwohl sei diese Sichtweise in der Gesellschaft und in den Betrieben noch weit verbreitet. Nur sehr langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass Ältere nicht in erster Linie Defizite gegenüber Jüngeren haben, sondern auch über spezifische Kompetenzen verfügen die gerade auch in der Wirtschaft unverzichtbar sind. Diese Einschätzung bestätigt auch der Brachenverband IGZ.
Aus seiner Sicht stellt Zeitarbeit einen diskriminierungsfreien Zugang zum Arbeitsmarkt dar. Es gilt kein effektiveres Arbeitsmarktinstrument zur Wiedereingliederung älterer Erwerbsloser.
Diese Erfahrung machte auch Ratko Vasiljevic:
In Kroatien war er Förster, bis er 1971 nach Deutschland reiste: "Ich kam um eine Vespa zu kaufen". Nach zwei Jahren wollte er dann wieder in seine Heimat zurückkehren, doch es kam anders. Zunächst in einem Sägewerk, anschließend in einer Metallfirma und schließlich viele Jahre bei einem großen Automobilhersteller arbeitete der heute 60 jährige, bis er Mitte der Neunziger Jahre aus betrieblichen Gründen auf die Straße gesetzt wurde. Auch eine Umschulung änderte nichts daran, dass er sich eineinhalb Jahre vergeblich um einen Job bemühte. 1999 kam er dann zur Firma hkw nach München, wo er im Jahr 2005 nach verschiedenen Einsätzen als Gießer, Lagerist und im Gerätebau in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Aus der Zeitarbeit in die Rente - auch das ist möglich und mittlerweile in Deutschland gar nicht mehr so selten.
Auch für Hartmut Reinhardt wird diese Option immer realistischer. Der 62 jährige gelernte Bergmann und Sanitär- und Heizungsmonteur ist viel rumgekommen im Raum Rhein - Ruhr. Im RAG- Neubau in Essen hat er die Wasserleitungen verlegt und sanitäre Anlagen angeschlossen, im Raum Krefeld Druckluftleitungen für die Bahn gelegt und immer wieder hat er in Ratingen bei Calor Ema, das heute zur ABB AG gehört, Schaltgeräte gefertigt. "Da waren viele spannende Projekte dabei", sagt Reinhardt. So interessant der häufige Wechsel des Einsatzortes und der jeweiligen Aufgabe auch war, heute ist der zurückhaltende Mann sehr zufrieden, dass er hauptsächlich bei ABB in Ratingen in der Division Energietechnik tätig ist und dort Baugruppen- und Einzelteile in die Schubvorrichtungen einbaut. Präzise Arbeit ist dabei gefragt. Genau das Richtige für Reinhardt.
(Quelle Zdirekt! 02/2005)
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